Fotos Rurrenabaque Regenwald, Bolivien

Wir sind letzte Nacht mal wieder mit einem klapprigen Nachtbus gefahren. 15 Stunden lang. Größtenteils bergauf, denn von 200 Meter über Null auf 4600 Meter janz weit oben ist schon ein Stück. Gleich neben der teils asphaltierten teils schon verschütteten Straße ging es natürlich wieder mal so richtig steil abwärts. Was ich ja zu meinem Glück nicht sehen kann in der Nacht. Schon im Dschungel erzählte uns unser Guide Heime, dass gerade ein Bus von La Paz nach Rurrenabaque – also die identische Strecke, auf der wir zwei Nächte zuvor unterwegs waren – beim wie immer gewagten Überholmanöver frontal kollidiert und dann gut 200 Meter in die Tiefe gestürzt ist. 25 Tote, von Touristen keine Rede in den Medien. Das hat mich doch verunsichert und ich bin wirklich wirklich froh, dass wir ganz und gar heil oben in La Paz angekommen sind und davor unten in Rurrenabaque auch schon.

Hier also die aktuellsten Bilder der letzten Woche:

Auf einer Infotafel werde ich über die Biodiversität dieses Abortes ainformiert – beachtlich! Meine Mädels besteigen ihren ersten Regenwaldbaum. Ohne Gummischuhe!

 

Am folgenden Tag fahren wir mit dem Boot den Fluß hinunter, um zum Reservat zu kommen. Wir haben das Glück, ohne weitere Gäste die Fahrt zu genießen. Nach anfänglichem Staunen über schlammbraunes Wasser und die Natur drumherum, kommen wir schnell zum Osterteil der Fahrt. Ich hatte die zwei inzwischen weichen Schokohasen schon beim warten im Büro des Touranbieters versteckt. Jetzt werden sie verputzt und ich bekomme meine Selbstgebrauten Süßigkeiten ganz ohne Suchen.

 

Nach der Bootsfahrt laufen wir 45 Minuten durch den Wald. Schon jetzt tagsüber  ist er voller Geräusche und Tiere. Besonders die ganz kleinen sirrenden freuen sich über frisches Blut. Und Affen haben Spaß über uns in den vielfältigen Bäumen. Man, ist das heiß hier! Eigentlich müßten alle Leute nackt rumlaufen meinen meine Kinder. Ja, man würde sich schon daran gewöhnen und nur für die Besucher wäre es verwirrend. Und es gibt bestimmt auch natürliche Antimückenmittel! Aha. In unserem absolut Luft-, Schall- und Lichtdurchlässigen Haus erwartet uns auch schon unser „Glücksgrünes Schlängelchen“ – Hola! Da ist mir der knallbunte Papagei doch lieber…

 

Hier eines meiner Lieblingsbilder: ein siamesischer Papageienmensch. Kunterbunt und bis weilen auch verrückt quasselt im hier abgebildeten Alter öfter mal Quatsch 😉

2019-04-25 20.49.20

Nachmittags setzen wir uns mit zwei echten Schwaben ins selbe Boot und fahrn jetzt übern See übern See, wir fahrn jetzt übern See… Dieser sieht für mich genauso aus wie ein original Brandenburger – Überraschung! Dafür hat es hier ganz andere Ufergewächse und vor allem andere Fische drin: Piranhas! Und die werden geangelt.

 

Am nächsten Tag werden wir am Frühstückstisch mit einer Faultiermama mit Baby beglückt. Dann laufen wir durch den Wald und erkunden die Flora und Fauna hautnah. Auf der kleinen Plantage wachsen herrlich exotische Früchte und wir dürfen sogar ernten, was reif ist. Nach dem Mittagessen können wir als gerade einzige Touristen eine mittelgroße Affenherde, -bande oder sagt man Affenschwarm? vor dem Essenhaus vorbei toben sehen. Es gibt ein Suchbild mit Affen! Der zahme Papagei hat erst Spaß mit den kleinen und dann mit meinen größeren weniger felligen Äffchen. Auf der Nachmittagswanderung baut Heime den Mädels eine echte Lianenschaukel. Nur Tarzan kommt leider nicht vorbei. Wir treffen aber auf Minifrösche, aggressive Kröten und giftige Tausendfüßler. Immerhin. Schließlich wird noch einmal aufs erfolgreichste geangelt. Was ein Spaß! Zurück müssen wir einen Zahn zulegen, weil es bereits dunkel wird im mighty jungle. Wir kommen gerade recht zum Sonnenuntergang überm Brandenburger See.

 

Nach der zweiten lauten Dschungel Nacht, besteht unser letzter Dschungelvormittag daraus, aus hiesigen Naturmaterialien Schmuck zu basteln. Und leckere Grapfruit/ Pomelos zu schlachten. Nach dem Mittag geht es mit dem Boot stromaufwärts mäandernd doppelt so lange wieder zurück in die Stadt und in unser chilliges Hostal mit Pool. Aus dem taucht Antonia nur zum Essen auf.

 

Inzwischen sind wir wieder runter gekühlt, trocken und voll auf der Höhe.

Text folgt…

Bis=iv

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